Oriens-Occidens verbindet Christen
verschiedener Kirchen aus Ost und West
© Oriens-Occidens e.V. 2026 | 13.10.2026 Impressum

Auslandseminar Ukraine 2016

Dankwallfahrt anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums von Oriens-Occidens e.V. nach Zarwanitsya und Lemberg/Ukraine (01. - 07. September 2016)
Am nächsten Tag stand die nähere Umgebung von Zarwanitsya und der Wallfahrtsort selbst auf dem Programm. P. Firman, der Generalökonom und „Manager“ nicht nur der Wallfahrt und des Klosters Zarwanitsya, sondern der ganzen Metropolie, nahm sich persönlich den ganzen Tag Zeit, um uns alles zu zeigen und zu erklären: Das Kloster bewirtschaftet 1.222 ha Grund, von denen 50 ha Eigentum des Klosters sind, die restliche Fläche ist gepachtet. Nach der Auflösung der Kolchosen bekam jeder Bauer 5 ha Grund zugewiesen. Die Leute hatten aber in der Regel keine Geräte, um den Grund zu bewirtschaften, so dass viele ihr Land verpachteten. Neben der Landwirtschaft, in der Schweine und Kühe gehalten werden, betreibt das Kloster u.a. eine Schule, einen Kindergarten und verschiedene Betriebe und schafft dadurch viele Arbeitsplätze für die Einwohner von Zarwanitsya. Als erstes besuchten wir die Zahnarztpraxis, die auf Vermittlung von Archimandrit Dr. Thiermeyer von einem Zahnarzt aus Bayern eingerichtet wurde. Die junge Zahnärztin, die die Praxis führt, stammt aus Zarwanitsya und hatte großes Glück: Dadurch, dass das Kloster ihr Arbeitgeber ist, musste sie den sonst in der Ukraine für eine Praxiseröffnung zu zahlenden Betrag von umgerechnet 5.000 €, den sie niemals hätte aufbringen können, nicht bezahlen, sondern
hat nur 33 Prozent ihres Einkommens an ihren kirchlichen Arbeitgeber zu leisten, der sich um die Einrichtung der Praxis kümmert. Aus der ganzen Umgebung kommen die Leute zur Behandlung, weil sie durch die klösterliche Unterstützung nicht so teuer ist wie bei anderen Zahnärzten (viele Leute in der Ukraine haben keine Krankenversicherung!). Dann zeigt uns P. Firman die Kolchose des Klosters, wo ungarisches Graurind und Schweine gezüchtet werden. Die Schweineaufzucht bringt bereits 200.000 € Gewinn pro Jahr ein. Ein weiterer Stall soll in nächster Zeit renoviert und in Betrieb genommen werden. Auf den schwarzerdigen, fruchtbaren Äckern werden neben Mais, Weizen, Gerste und Buchweizen auch Kartoffeln, Zwiebel, Rote Beete und Zuckerrüben angebaut. Damit werden nicht nur
zurück zurück weiter weiter