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Auslandseminar Ukraine 2016

Dankwallfahrt anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums von Oriens-Occidens e.V. nach Zarwanitsya und Lemberg/Ukraine (01. - 07. September 2016)
Der Tag begann um 07.00 Uhr mit einer hl. Liturgie, die Archimandrit Dr. Thiermeyer in der Kirche der Hl. Eucharistie für einige Seminaristen und unsere Gruppe zelebrierte. Anschließend, nach dem Frühstück, fuhren wir gegen 9.00 Uhr mit dem Ternopiler Seminarbus zum russisch orthodoxen Kloster Potschaev. Nach dreistündiger Fahrt über noch „typisch-ukrainische“ Straßen grüßten uns schon von weitem die großen weißen Klosterbauten mit ihren goldenen und blauen Zwiebeltürmen, wahrlich eine leuchtende „Stadt auf dem Berge“. Zunächst stärkten wir uns mit einem Mittagessen im Ort und fuhren dann zum Kloster hinauf. Dort auf dem Parkplatz „verhüllte“ sich die Damenwelt mit Röcken und Kopftüchern. Bis 1946 war Potchaev ein bedeutendes griechisch katholisches Basilianerkloster gewesen. Die meisten Gebäude zeigen noch den alten K&K-Glanz. Nach der „orthodoxen Übernahme“ erweist sich heute diese „Klosterburg“ als das größte Bollwerk der russisch orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in der Westukraine. Die Mönche sind vor allem aus der Ostukraine, Moldawien und Russland. Unsere Gruppe war durch dem Ternopiler Metropoliten Vasyl Semenjuk dem zuständigen orthodoxen Bischof angekündigt worden. Ein Seminarist des Klosters erwartete uns schon, um uns zu führen. Wir gingen über das Klostergelände und besuchten die einzelnen Kirchen. Insbesondere beeindruckte eine neu gebaute Kirche, die ca. 2.000 Gläubige fasst: riesige Mosaiken, eine kunstvoll geschnitzte Ikonostase, die bis hoch in das Gewölbe reichte und noch auf die Vergoldung wartete. Unsere Führung ging weiter, sie führte am großen Glockenturm mit 25 Glocken vorbei. Am Weg lagen viele kleine pavillon-artige Kapellen, die bestimmten Festen oder Heiligen geweiht waren. Ferner sahen wir eine große Anlage für Gottesdienste im Freien. Alles machte einen sehr gepflegten Eindruck. Beim Weitergehen strahlten uns schon die wunderschönen Außenfresken am Portal der Dreifaltigkeitskirche entgegen. Insbesondere das Innere der Kirche mit den wunderbaren Ikonen begeisterte uns. Zum Schluss besuchten wir die alte Kathedrale. Innen erwartete uns ein ehrfurchtsvoller Gottesdienstraum mit herrlichen, alten und teilweise als wundertätig verehrten Ikonen. Wir gingen dann in die Unterkirche und besuchten die Kapellen mit den vielen Reliquien von heiligen Mönchen. Leider durften wir als Katholiken, auf unsere Frage hin, keine Ikonen verehren. Dies ist die immer noch traurige Realität einer „Ökumene“ im 21.
Jahrhundert. Immer wieder gingen Menschen auf unseren Archimandriten zu, der als Priester gekleidet war, und erbaten den Segen. Unser Führer schaute recht unwillig zu, aber gegen den Willen der Gläubigen sich segnen zu lassen, war auch er machtlos. Die ca. eineinhalbstündige Führung war eindrucksvoll, sie war aber auch insofern interessant, da bei der Darstellung der Geschichte des Klosters in keinem Teil der Besichtigung die Tatsache erwähnt wurde, dass es auch eine jahrhundertealte griechisch-katholische Basilianer-Tradition in diesem Kloster gab. Zum Abschluss stöberten wir noch im großen Klosterladen, und einige von uns wurden fündig. Als dann gar noch eine „Kaffeequelle“ gefunden wurde, da war die Freude groß. Erstaunlicherweise waren auffallend wenig Pilger und Besucher im Kloster- und Kirchenbereich. So leer kannte man Potschaev nicht. Wahrscheinlich
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