Oriens-Occidens verbindet Christen
verschiedener Kirchen aus Ost und West
Sommerseminar 2026
im koptisch-orthodoxen Kloster Brenkhausen
27. bis 30. August 2026
Nach
dem
informativen
und
erlebnisreichen
Seminar
des
Jahres
2021
kehrten
viele
der
damaligen
Teilnehmer
nun
erneut
vom
27.
–
30.
August
2026
zu
einem
Sommerseminar
unter
dem
Titel
„Brenkhausen
–
Paderborn
–
Höxter“
in
das
koptisch-orthodoxe
Kloster
der
„heiligen
Jungfrau
Maria
und
des
heiligen
Mauritius“
in
Brenkhausen
zurück.
Eingeladen
hatte
Bischof
Anba
Damian,
Hausherr
und
Hüter
des
Klosters,
der
vor
kurzem
von
Papst
Tawadros
II.
zum
Metropoliten
erhoben
wurde.
Geehrt
bzw.
gewürdigt
wurde
hier
die
unermüdliche
Tätigkeit
eines
wahrhaft
ökumenisch
gesinnten
Bischofs,
der
im
Laufe
dieses
Seminars
auch
eindrucksvoll
das
Voranschreiten
seiner
vielfältigen
Aktivitäten
zeigen
konnte
und
den
im
wahrsten
Sinne
des
Wortes
ergriffenen
Teilnehmern
erläuterte.
Wer
Anba
Damian
erlebt,
sieht
einen
Demiurgen,
der
stets
im
Aufbau
vieler
Unternehmungen
tätig
ist
und
gleichzeitig
an
mehreren
Orten
zugleich
zu
sein
scheint.
Er
beherrscht
es,
Management
und
Erzählung
und
freundliche
Demonstration
der
reichlichen
Gaben
des
Klosters
unter
einen
Hut
zu
bringen,
oft
mit
Handy
am
Ohr,
einem
offenen
Lächeln
und
mit
ägyptisch-
orientalischen
Erzählungen
gespickt
wird
alles
zu
einem
Gesamtkunstwerk.
Die
Bedeutung
des
Wortes
„Metropolit“,
also
eines
Menschen,
der
ein
„weltstädtisches Maß“ vorgibt, lebt er vor. Er ist für alle da.
So
schwebte
Anba
Damian
kurz
nach
der
Ankunft
der
Mitglieder
von
Oriens
Occidens
gegen
16.00
Uhr
erst
aus
den
Niederlanden
ein,
begrüßte
trotz
der
Strapazen
der
jüngsten
Reise
umgehend
die
neuen
Gäste
und
eröffnete
das
Seminar
selbst
mit
einem
reichlichen
Kuchenbuffet,
nicht
ohne
zugleich
das
Wandgemälde
über
der
Kaffeetafel
–
Christus
im
Kreis
seiner
Jünger
beim
Letzten Abendmahl - zu erklären – unermüdlich.
Voller
Stolz
und
glücklich
über
dessen
Wahl
stellte
er
den
Ankömmlingen
Anba
Deuscoros,
den
Bischof
der
koptisch-orthodoxen
Diözese
in
Süddeutschland
und
Abt
des
St.
Antonius
Klosters
in
Kröffelbach
bei
Frankfurt
vor,
der
hier
zu
einem
Austausch
und
zu
Absprachen
Station
genommen
hatte.
Archimandrit
Dr.
Andreas-Abraham
Thiermeyer
begrüßte
ihn
als
seinen
ehemaligen
Zögling,
der
in
den
Anfangsjahren
des
Collegium
Orientale
in
Eichstätt
seine
Ausbildung
erfuhr.
Anba
Deuscoros
sei,
so
der
Gründungsrektor
des
Collegiums,
der
Mann,
der
in
Süddeutschland
wieder
eine
größere
Ordnung
schaffe;
es
war
ein
Wiedersehn
alter
Bekannter,
deren
gegenseitige
Wertschätzung
sich
in
der
ökumenischen
Zusammenarbeit offenbart.
Weiter
ging
es
zu
einer
Führung
durch
das
Klostergelände,
um
die
großen
Fortschritte
der
Renovierung
und
der
Neugestaltung
der
ehemaligen
Ruine
des
Zisterzienserinnen-
bzw.
Benediktinerinnen-Klosters
in
eine
ökumenische
Begegnungsstätte
in
Augenschein
zu
nehmen.
Der
Metropolit
führte
zuerst
in
sein
Projekt
„Garten
Eden“
mit
selbst
angebautem
Gemüse
und
Salat
für
die
Klosterküche,
zum
frisch
geschlüpften
Nachwuchs
der
Hühner
und
den
großzügig
angelegten
Wegen
und
Inschriften,
die
auf
seine
Initiative
und
mit
Hilfe
des
Landkreises
sinngerecht
angelegt
wurden:
Es
wird
in
vielen
Sprachen
zum
gemeinsamen
Innehalten
in
Frieden
eingeladen.
Natürlich
trägt
auch
die
an
das
Kloster
angelehnte
Pfarrkirche
die
Handschrift
der
Neuausrichtung.
Das
geschwisterliche
Nebeneinander
und
Miteinander
von
koptischem
Kloster
und
der
benachbarten
katholischen
Kirche
offenbart
nach
Anba
Damian
vor
allem
die
Neugestaltung
der
Glasfenster.
Die
Gemeinde
favorisierte
hier
ausdrücklich
keine
abstrakten
Kunstwerke,
sondern
eine
figürliche
Gestaltung,
die
in
der
Abfolge
der
Fenster
chronologisch
die
bedeutendsten
Heiligengestalten
der
Geschichte
der
Klöster
widerspiegelt.
Den
Anfang
–
Anba
Damians
Lieblingsfenster
–
macht
das
Fenster
der
Begründer
des
Klosterspiritualität,
Paulus,
Pachomius
und
Antonius,
welche
den
Impuls
für
die
Gründungen
im
Westen
durch
Benedikt
und
Scholastika,
die
als
Figuren
auch
neben
dem
Tabernakel
vor
dem
Hauptaltar
stehen,
gaben.
Dass
Paulus
von
Theben,
Antonius
der
Große
und
Pachomius,
die
drei
Gründerväter
des
christlichen
Mönchtums,
in
der
ägyptischen
Wüste
lebten
und
nun
hier
in
Brenkhausen
zu
Hause
sind,
zauberte
ein
Lächeln
in
das
Gesicht
des
Metropoliten.
Gestaltet
wurden
die
Fenster
von
dem
Künstler
Thomas
Jessen,
dessen
Spezialität
die
Fenstermalerei
auf
historischem
Glas
ist.
So
entwirft
er
jedes
Fenster
als
ein
eigenes
Kunstwerk
mit
einer
individuellen Bedeutung.
Vor
der
Kirche
erzählte
Anba
Damian
von
den
Anfängen,
als
ein
Schreinermeister
seine
Werkstatt
und
Maschinen,
gegenüber
der
Kirche,
sowie
seine
Arbeitskraft
und
sein
Wissen
zur
Verfügung
stellte,
um
gemeinsam
mit
ehrenamtlichen
Fachkräften
aus
Ägypten
die
Baufortschritte
in
Gang
zu
setzen
und
so
bereits
ca.
80%
der
gesamten
Arbeiten
durchzuführen.
So
konnten
mit
traditionellen
Methoden
und
zur
Zufriedenheit
des
Denkmalschutzes
historische
Dielen
und
Fenster
sowie
Treppen,
Kanalisation,
sanitäre
Anlagen,
Strom,
Wasser,
Wandheizung
und
der
Wärme
spendende
Kamin
hergestellt
werden.
Später
zeigte
er
auch
das
neue
Projekt,
den
Ausbau
des
barocken
Innenhofs
zu
einem
Veranstaltungsort.
Die
mittlerweile
stillgelegte
Schreinerei,
welche
dem
Kloster
geschenkt
wurde,
ist
das
anvisierte
neue
Lieblingsprojekt
des
Metropoliten.
Hier
soll
ein
Hospiz
und
eine
Palliativstation
entstehen,
ein
Vorhaben,
das
bereits
von
vielen
öffentlichen
Stellen
volle
Zustimmung
erhalten
hat.
Noch
fehlt
es
an
einem
Organisator,
der
dem
Metropoliten
zur
Hand
geht.
Wie
man
ihn
kennt,
wird
auch
das
in
absehbarer
Zeit
umgesetzt
werden.
Jeden
Abend
und
ebenso
jeden
Morgen
wurde
ein
Abendlob/Abendweihrauch
bzw.
ein
Morgenlob
in
der
koptischen
Kirche
des
Klosters
gefeiert.
Auch
hierbei
zeigte
sich
die
ökumenische
Gesinnung
und
das
pastorale
Gespür
des
Metropoliten,
indem
alle
in
die
Gestaltung,
sei
es
durch
Lesung
des
Evangeliums
durch
Dr.
Thiermeyer
oder
dem
Kyrie-Gesang
der
katholischen
Liturgie mit hineingenommen wurden.
Selbst
das
Essen
zum
Tagesabschluss
wurde
zu
einer
Feier.
Die
zahlreichen
und
hervorragenden
Mahlzeiten
präsentierte
Anba
Damian
wie
ein
professioneller
Conférencier,
eingerahmt
von
Herzblut
und
ehrlicher
Begeisterung.
Im
Klosterstübchen
war
dann
Zeit zum Austausch.
2. Tag
Nach
dem
Morgenlob
und
dem
üppigen
Frühstück
erläuterte
Metropolit
Anba
Damian
noch
kurz
seine
Pläne
für
den
Innenhof
des
Klosters.
Zuvor
jedoch
führte
der
Künstler
Gunter
Schmidt-Riedig,
welcher
im
Kloster
zahlreiche
seiner
Holzfiguren
zu
einem
lebendigen
Museum
gestaltet
hat,
die
Gruppe.
„Schon
früh
folgte
Gunter
Schmidt-Riedig
seiner
Berufung
und
beschäftigte
sich
als
tiefgläubiger
Christ
mit
der
Bibel
und
dem
Glauben
sowie
dem
Material
Holz“,
erklärte
Metropolit
Anba
Damian.
Diese
sein
Leben
begleitende
Beschäftigung
mit
biblischen
Motiven
konnte
man
selbst
erkennen,
sie
wurden
jedoch
ebenso
kenntnisreich
durch
den
Bildhauer
persönlich
an
einigen
Objekten
demonstriert.
Hierbei
betonte
er
zum
einen
die
unterschiedlichen
Holzarten,
deren
Maserung
er
teilweise
sinnträchtig
in
die
Darstellung
der
Figuren
und
der
Szenen
einzubinden
wusste.
Neben
klar
erkennbaren
biblischen
Figuren
ist
ein
weiterer
Schwerpunkt
der
Arbeit
die
symbolhafte
Rätselhaftigkeit
biblischer
Worte
oder
Gebete,
sei
es
das
Vater
Unser
oder
die
Seligpreisungen.
Eingehend
bestaunt
und
begleitet
von
den
Erläuterungen
des
Künstlers
entstand
ein
Dialog
über
das
eine
oder
andere
Werk.
Anschließend
machte
sich
die
Gesellschaft
auf
nach
Nieheim,
die
nächste
große
Errungenschaft
des
Klosters,
ein
neu
gegründetes
koptisch-
orthodoxes Nonnenkloster.
Das
koptisch-orthodoxe
Nonnenkloster
St.
Georg
ist
im
historischen
Weberhaus
(einer
ehemaligen
Kolping-Bildungsstätte)
eingerichtet.
Das
klösterliche
Leben
und
die
Ausbildung
neuer
Ordensfrauen
wird
von
der
Gründeräbtissin
Mutter
Aksany
Wasef
geleitet,
die
aus
einem
Frauenkloster
in
Ägypten
nach
Deutschland
entsandt
wurde.
Sie
ist,
wie
sich
alle
in
ihrem
Atelier
überzeugen
konnten,
eine
talentierte
Ikonenschreiberin.
Mit
zwei
Novizinnen
begrüßte
sie
die
Gruppe
herzlich,
wobei
die
Vorsitzende,
Frau
Edeltraud
Weber,
im
Namen
von
Oriens
Occidens
eine
Spende
von
1500
€uro
für
das
Kloster
überreichte.
Dass
diese
Unterstützung
bestens
genutzt
wird,
offenbarte
die
Besichtigung
auf
überzeugende
Weise.
So
ist
z.
B.
im
Erdgeschoss
des
Gebäudes,
in
der
ehemaligen
Dienstwohnung
des
in
der
Stadt
berühmten
Arztes
Friedrich
Wilhelm
Weber,
eine
offizielle
deutsche
Residenz
für
das
Kirchenoberhaupt,
Seine
Heiligkeit
Papst
Tawadros
II.,
eingerichtet.
Das
dazugehörende
große
ehemalige
Kolpinghaus
wird
nun
vom
Kloster
für
verschiedene
Anliegen
genutzt,
so
bietet
man
z.B.
ein
"Klosterleben
auf
Zeit"
an.
Mädchen
und
Frauen
aus
aller
Welt
können
hier
temporär
in
den
spirituellen
Alltag
eintauchen,
sich
von
Strapazen
und
auch
von
geschehenen
Unheilsituationen
erholen
und
neue
Kraft
schöpfen,
Jugendliche
sind
eingeladen
zu
Freizeiten.
Eine
Zukunftsvision
ist
auch
die
Idee,
das
Bettenhaus
zu
einem
medizinischen
Bildungszentrum
weiterzuentwickeln.
Pflegekräfte könnten dort ausgebildet werden, die Ärzte bei der medizinischen Arbeit unterstützten.
Das
hier
von
der
Seminargruppe
eingenommene
Mittagessen
entsprach
ganz
dem
koptischen
Rahmen
eines
Nonnenklosters:
vegetarisch,
ägyptisch,
vielfältig und hervorragend.
Zurück
im
Kloster
Brenkhausen
konnten
sich
alle
erst
einmal
von
den
vielen
Eindrücken
erholen,
bevor
es
dann
am
Nachmittag
weiterging
zu
den
ebenfalls
von
Brenkhausen
in
Gang
gesetzten
Initiativen.
Auf
dem
ehemaligen
Kasernengelände
der
Flugwaffe
in
Borgentreich,
das
die
koptische
Kirche
erworben
hatte,
entstand
eine
Zentrale
Unterbringungseinrichtung
für
Flüchtlinge.
Zurecht
mit
Stolz
konnte
Metropolit
Anba
Damian
sein
Werk
zu
Gesicht
bringen.
Für
die
Flüchtlingsunterkunft
hat
die
koptische
Kirche
ihr
Gelände
zur
Verfügung
gestellt.
Für
Anba
Damian
ist
die
Betreuung
der
Flüchtlinge
ein
Werk
der
Nächstenliebe,
also
ein
Auftrag
für
alle
Christen.
Auf
dem
Gelände
gibt
es
nun
auch
eine
offene
Kirche
für
alle
Konfessionen.
Dazu
wurde
ein
ehemaliges
Kesselhaus
der
Kaserne
umgebaut.
Seit
2015
finden
dort
regelmäßig
Gottesdienste
statt.
Die
Gottesdienste
werden
in
Koptisch, Arabisch, Englisch und Deutsch angeboten.
Staunend
darüber,
was
man
aus
einem
Kesselhaus
machen
kann,
bewunderte
die
Seminargruppe
die
Fortschritte.
Man
konnte
bereits
ahnen,
dass
demnächst
die
Fertigstellung
möglich
ist.
Für
die
Erstellung
der
Glasfenster
mit
koptischen
Motiven
wurde
der
ägyptische
Ikonenkünstler
Isaak
Sobhi
beauftragt,
weitere
Dekoration
stammen
von
deutschstämmigen
Künstlerinnen.
Die
Kirche
wird
auch
für
allgemeine
Veranstaltungen
genutzt.
Pragmatik,
Kunst
und
Spiritualität
kommen
zusammen.
Auch
dass
zur
gleichen
Zeit
für
muslimische
Flüchtlinge
ein
Gebäude
für
das
Gebet
umgebaut
wurde,
ist
für
den
Metropoliten
selbstverständlich.
Anba
Abakir,
der
koptisch-orthodoxe
Bischof
für
die
Diözese
von
Skandinavien,
der
das
Kloster
in
Brenkhausen
soeben
für
Abstimmungen
besucht,
konnte
hier
eine
bekannte
Familie
treffen.
Dies
erfreute
alle,
den
Bischof,
den
Metropoliten,
die
Gruppe und die Familie.
Zum
Abschluss
der
Exkursion
visierte
die
gesamte
Gruppe
den
Besuch
des
syrischen
Bischofs
in
Warburg
an,
der
im
Auftrag
seiner
Kirche
für
Europa
zuständig
ist.
„Mor
Philoxenus
Mattias
Nayis
hält
für
die
Erzdiözese
der
Syrisch-Orthodoxen
Kirche
von
Antiochien
in
Deutschland
in
Funktion
als
Erzbischof
und
Patriarchalvikar
seit
Dezember
2012
den
bischöflichen
Hirtenstab
in
der
Hand.
Er
wurde
am
09.12.2012
durch
Seine
dreiselige
Heiligkeit
Mor
Ignatius
Zakka
I.
Iwas
[…]
im
St.
Jakob
von
Sarug
Kloster
in
Warburg
feierlich
in
sein
neues
Amt
eingeführt.“
[siehe
homepage
des
Klosters]
Als
der
Metropolit
Anba
Damian,
der
Bischof
Anba
Abakir,
der
Gründungsrektor
des
COR
Abraham-Andreas
Theirmeyer
und
die
Seminargruppe
am
Abend
im
Kloster
in
Warburg
eintrafen,
empfing
sie
der
Gesang
der
Seminaristen,
die
bei
einem
feierlichen
Einzug
in
die
Kirche
vorangingen.
Das
Vater
Unser
in
der
Sprache
Jesu
zu
vernehmen
und
die
Geistlichen
unterschiedlicher
Konfessionen
hier
vereint
im
Altarraum
zu
erleben,
war
einer
der
spirituellen
Höhepunkte
des
Seminars.
In
der
anschließenden
Führung
durch
das
St.
Jakob
Museum,
das
in
der
ehemaligen
Sakristei
der
Klosterkirche
stattfand,
erläuterte
ein
Seminarist
die
große
Sammlung
alter
Manuskripte
sowie
der
liturgischen
Gegenstände
und
Ausstellungsstücke
mit
kirchenhistorischem
Bezug.
Zwei
Exponate
hob
er
dabei
besonders
hervor:
ein
Stoffausschnitt
der
Gürtelkordel
der
Heiligen
Jungfrau
Maria
und
zum
anderen Knochenreliquien zweier Heiliger, des Apostel Thomas und St. Lazarus aus Habsus.
Die
Internationalität
wurde
sichtbar
im
Besuch
einer
Delegation
von
rund
50
gläubigen
Gästen
aus
London.
Während
des
opulenten
Abendessens
konnte
der
Gesang
der
Gruppe
aus
London
von
der
Gruppe
des
Oriens
Occidens
erwidert
werden.
Auf
diese
Weise
lernen
sich
Christen
unterschiedlicher Provenienz ebenso kennen wie während des Essens. Ziel ist hier wiederum die Stärkung der ökumenisch-religiösen Gemeinschaft.
Die Heimfahrt endete mit einem Abendlob und dem gemeinsamen Zusammensein.
3. Tag
Nach
dem
Morgenlob
und
dem
anschließenden
Frühstück
stand
die
Besichtigung
von
fünf
Kirchen
in
Paderborn
unter
der
kundigen
Leitung
von
Archimandrit Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer auf dem Programm.
Höhepunkt
und
erste
Anlaufstelle
war
der
Hohe
Dom
St.
Maria,
St.
Liborius,
St.
Kilian.
Er
liegt
im
Zentrum
der
Paderborner
Innenstadt,
nördlich
von
der
ottonischen
Kaiserpfalz
aus
dem
11.
Jahrhundert
und
direkt
oberhalb
der
Quellbecken
der
Pader.
Wie
Dr.
Thiermeyer
vor
dem
Portal
bereits
erläuterte,
sind
die
Gebeine
des
HL.
Liborius
von
Le
Mans
nach
Paderborn
überführt
worden
und
jedes
Jahr
findet
eine
Wallfahrt
statt,
mit
dem
Tragen
des
Schreins
durch
die
Stadt
während
des
Liborifestes.
Tragen
dürfen
diesen
ausschließlich
Mitglieder
der
Bruderschaft
der
Libori-Schreinträger.
Bischof
Badurad erhoffte damit, den christlichen Glauben der noch heidnisch geprägten Sachsen zu festigen.
Empfangen
wird
man
im
Dom
von
der
sog.
Doppelmadonna,
die
im
zweiten
Langhausjoch
des
Mittelschiffs
von
der
Decke
herab
grüßt.
Maria
als
neue
Eva
zertritt
hier
den
Kopf
einer
Schlange.
Den
Jesusknaben,
der
eine
Weintraube
in
der
rechten
Hand
hält,
hat
sie
auf
dem
Arm.
Zwei
Engel
halten
eine
Krone über ihrem Kopf.
Die
dreischiffige
Hallenkirche
verlor
im
Weltkrieg
nahezu
alle
Glasfenster,
die
bis
heute
ersetzt
wurden
durch
vielfältige
Arbeiten
bedeutender
Künstler,
insgesamt Glasmalereien von neun Künstlern, eine „Symphonie des Lichts“.
Unter
dem
Altar
der
Krypta
befindet
sich
ein
Ebenholzschrein
mit
den
Reliquien
des
hl.
Liborius.
Im
Westen
schließt
an
die
Krypta
der
Vorraum
zur
Bischofsgruft mit den Reliquien des Bischofs Meinwerk an, ebenso die eigentliche Gruft der Paderborner Bischöfe.
Der
Innenhof
des
Kreuzganges
ist
vor
allem
bekannt
durch
das
sog.
Drei-Hasen-Fenster,
gekennzeichnet
mit
dem
Spruch
„Der
Hasen
und
der
Löffel
drei,
und
doch
hat
jeder
Hase
zwei.“
Man
sieht
drei
springende
Hasen,
die
kreisförmig
angeordnet
sind.
Es
wird
als
Symbol
für
die
göttliche
Dreifaltigkeit
gedeutet, wunderbar und dennoch erkennbar.
In
der
Folge
stand
die
an
den
Dom
grenzende
Besichtigung
der
Bartholomäuskapelle
statt.
Hier
konnte
der
„Chor
des
Oriens
Occidens“
trotz
einer
kleinen
Besetzung
seine
volle
Stimme
ertönen
lassen.
Denn
die
Kapelle
ist
berühmt
für
ihre
einmalige
Akustik.
Sie
ist
Anziehungspunkt
für
Sänger
und
Instrumentalisten.
Byzantinische
Bauleute
scheinen
sie
errichtet
zu
haben,
denn
die
Hängekuppeln
und
die
hier
eingebauten
Amphoren
lassen
jede
noch so leise Stimme hörbar werden.
Die
rechteckige
Hallenkirche
ist
durch
sechs
Säulen
in
drei
gleich
hohe
Schiffe
unterteilt,
die
extrem
schlank
sind
und
eine
sogenannte
Entasis
aufweisen.
Die
dritte
Anlaufstation
war
dann
das
Abdinghofkloster
Sankt
Peter
und
Paul,
eine
ehemalige
Abtei
der
Benediktiner
in
Paderborn.
Derzeit
ist
sie
die
Hauptkirche
der
evangelischen
Kirchengemeinde
Paderborn.
Auch
sie
musste
nach
dem
II.
Weltkrieg
wiederaufgebaut
werden.
Kirche
und
Krypta
sind
wieder
sehr
schön
erhalten.
Der
Bau
bot
insofern
einen
weiteren
Kontrastpunkt,
als
hier
die
klare
und
schlichte
Linie
eines
romanischen
Benediktinerklosters den Ton angibt. Diese Gestaltung gilt für beide Räumlichkeiten.
Zurück
über
den
Marktplatz
mit
seinen
verlockenden
Angeboten
führte
Dr.
Thiermeyer
die
Gruppe
in
die
Gaukirche
St.
Ulrich,
und
hier
zuerst
in
die
Seitenkapelle
am
Eingangstor.
Denn
dort
befindet
sich
ein
weiteres
Beispiel
für
moderne
Glaskunst.
Wände
aus
reinem
Glas
beginnen
farbig
zu
leuchten,
es
sind
zumeist
abstrakte
Kompositionen.
Die
am
Nordeingang
aufscheinenden
Glaselemente
wurden
von
Thierry
Boissel
gestaltet.
Boissel
entwarf für die Kirche ein zeitgenössisches, von Zisterziensern inspiriertes Muster. Glaswände und Glastüren trennen die Kreuzkapelle ab.
Die
Kirche
selbst
hat
die
Form
einer
romanischen
Basilika
mit
hohem
Mittelschiff
und
niedrigen
Seitenschiffen.
Ins
Auge
sticht
auch
das
Gabelkreuz
in
der
Kreuzkapelle
sowie
ein
Kreuzrelief.
Den
Kirchen-
und
Altarraum
bestimmt
ein
Triumphkreuz.
Zu
Füßen
des
aus
einem
Holzkorpus
geschnitzten
Gekreuzigten liegt ein Bergkristall.
Die
zuletzt
besuchte
Busdorfkirche,
die
im
östlichen
Bereich
der
Paderborner
Altstadt
liegt,
zeigte
sich
etwas
verschlossen,
da
nur
der
Vorraum
zugänglich
war.
Das
war
einerseits
betrüblich,
als
der
Durchblick
durch
das
Gitter
einen
verheißungsvollen
Einblick
gewährte,
jedoch
auch
zu
verschmerzen,
als
die
Eindrücke
der
zuvor
besichtigten
Kirchen
erst
einmal
bei
allen
nachwirken
konnten.
Zudem
rief
der
Klostermarkt
in
Dalheim,
er
verhieß zunächst einmal eine üppige Sättigung der Hungrigen, nicht zu Unrecht.
Der
Dalheimer
Klostermarkt
wirbt
mit
dem
Slogan
„Himmlisches
Vergnügen
für
die
ganze
Familie“
und
das
Versprechen
löste
er
ein.
Nach
einer
weiteren
Fahrt
konnten
wir
auf
dem
Klostermarkt
längere
Zeit
umherschweifen,
um
die
Produkte
der
Klöster,
die
ebenso
aus
Österreich
wie
aus
Bayern,
nördlichen
Regionen
oder
aus
Tschechien,
Frankreich
und
Polen
angereist
waren,
zu
begutachten
und
zu
genießen,
sei
es
Mallersdorfer
Bier,
Likör
aus
Melk oder Kunstwerke aller Art, dargeboten von Nonnen, Mönchen und Laien, orthodoxer, katholischer oder evangelischer Provenienz.
Aus
der
Vorstellung:
„Wenn
Bruder
Phillipp
den
Kochlöffel
schwingt,
Schwester
Andrea
Weine
probieren
lässt
und
Pater
Gerhard
sein
Kräuterwissen
teilt,
dann
ist
im
ehemaligen
Kloster
Dalheim
wieder
Zeit
für
Europas
größten
Klostermarkt.
Am
letzten
Wochenende
im
August
bieten
Ordensbrüder
und
-schwestern
aus
rund
50
Abteien,
Stiften
und
Klöstern
ihre
Waren
auf
dem
Gelände
des
Klosters
Dalheim
an
und
zeigen,
was
in
ihren
Küchen,
Kellern und Werkstätten an wertvollen Produkten entsteht.“
Gesättigt,
spirituell
und
leiblich,
sowie
gefordert
von
den
vielfältigen
Eindrücken
traten
alle
wiederum
den
Heimweg
nach
Brenkhausen
an.
Nach
dem
Abendlob
wartete
bereits
das
Abendessen,
wie
inzwischen
gewohnt
vielfältig,
großartig
-
und
diesmal
sogar
von
einem
italienischen
Koch
zusätzlich
zubereitete
Spezereien.
Am
Ende
fand
in
der
gemütlichen
Gaststube
wie
auch
in
den
vergangenen
Abenden
noch
ein
abschließender
Gedankenaustausch statt.
Am
nächsten
Morgen,
nach
der
Sonntagsmesse
und
einem
stärkenden
Frühstück,
hieß
es
Abschied
nehmen
von
Metropolit
Anba
Damian
und
seinem
gastlichen Kloster.